Eigentlich wollte sich Konstantinos Chatzitheodorou nur mal die Panorama-Therme in Beuren anschauen – als Gebietsleiter des weltweit drittgrößten Speiseeisherstellers Froneri. Aus der möglichen Akquise eines neuen Auftraggebers eröffnete sich eine ganz neue berufliche Perspektive. Denn der 48-Jährige erfuhr dort, dass das „Friedrichs“ im neuen Jahr einen Pächter sucht. „Ich wollte schon länger wieder selbstständig sein“, sagt Chatzitheodorou. Er und seine Frau seien sich schnell einig gewesen, sich einfach mal auf die Ausschreibung zu bewerben – und das überzeugte schließlich die Gemeinde und die Gemeinderäte. „Beuren hat mich einfach gereizt“, ergänzt der neue Pächter.
Chatzitheodorou ist die Gastronomie quasi in die Wiege gelegt worden. Sein Vater hat das Theater-Restaurant Friedenau im Stuttgarter Osten aufgebaut und 40 Jahre lang betrieben. Der gelernte Restaurantfachmann hat selbst schon viele Erfahrungen in Gastronomiebetrieben gesammelt. „Ich weiß, worauf es ankommt“, sagt der Esslinger. Seine Vita weist einige Stationen auf. So war er fünf Jahre lang Geschäftsführer der Stadthalle in Hockenheim. „Da haben wir für 1200 Leute Buffets vorbereitet“, sagt Chatzitheodorou. Wegen der Familie zog es ihn dann nach Stuttgart zurück. Als Betriebsleiter war er erst für die L’Osteria-Restaurants in Esslingen und am Mailänder Platz in Stuttgart, danach für das Frittenwerk zuständig, bevor er schließlich bei Froneri Schöller beziehungsweise bei Froneri landete.
In Beuren wird er das „Friedrichs“ von Luise Rohner und Emre Demiryüleyen übernehmen, die das Restaurant seit Ende 2019 betreiben. Sie hatten zum Jahresende den Vertrag auslaufen lassen, weil die Personalakquise immer schwieriger geworden sei.
Konstantinos Chatzitheodorou hat sich vertraglich verpflichtet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen. Er werde aber das Personal weiter aufstocken. Auch zwei neue Köche sollen kommen. Sorgen um die Personalgewinnung macht er sich nicht: „Ich bin gut vernetzt.“

Was das gastronomische Angebot betrifft, will er auf „die Kunden eingehen“. Er könne sich griechische Gerichte vorstellen. „Der schwäbische Aspekt bleibt natürlich die Wurzel“, sagt der Gastronom. Ein Krimi-Dinner, Lesungen oder andere Veranstaltungen im Friedrichs seien ebenfalls denkbar.

