Ragall
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Ragall

Streitlustig, fuchsteufelswild, herrisch, derb und mit den sprichwörtlichen Haaren auf den Zähnen – warum die Ragall durchweg weiblich ist, bleibt das Geheimnis der Schwaben. „Des isch a Ragall“ gilt jedenfalls als unmissverständlicher Warnhinweis, der jedem und jeder signalisieren soll: Vor dieser Person sollte man sich besser in Acht nehmen. Wer mit einer Ragall in einer Zweierbeziehung lebt, darf sich des Mitleids seiner Geschlechtsgenossen sicher sein. Allzu defensiv sollte „Mann“ der Ragall dabei nicht begegnen – zumindest in der Öffentlichkeit. Er läuft sonst Gefahr, für immer als Lohle abgestempelt zu werden.