Kreistagswahl 2019

Hilfe für ratlose Angehörige und Betroffene

Pflege Der demografische Wandel führt zu einem immer größeren Bedarf an Betreuung alter Menschen. Die Freien Wähler wollen das Angebot im Landkreis verbessern.

Die Nachfrage nach qualifizierten Beratungsangeboten für Pflege steigt ständig. Für die Freien Wähler im Raum Weilheim und Lenningen gehört die Pflege daher zu den wichtigen Themen der Kreispolitik. Bisher gibt es im Landkreis Esslingen zwei Pflegestützpunkte, die in sieben Teilpflegestützpunkte aufgeteilt sind. Damit ist Esslingen schon gut aufgestellt. Aus Sicht von Kreisrat Marcel Musolf bedarf es trotzdem noch eines weiteren Ausbaus. Deshalb sollen neue Pflegestützpunkte eingerichtet und die Struktur ausgebaut werden.

Die Notwendigkeit sehen auch die Leiterinnen der Koordinationsstellen der beiden Sozialen Netze in Weilheim und Lenningen/Owen, Rosemarie Bühler und Gabriele Riecker. Sie sehen einen immer größeren Bedarf an Beratungs- und Informationsangeboten. Für Birgit Brenner aus Dettingen ist es wichtig, dass man landkreisweit ein flächendeckendes Beratungsangebot schafft. Die Betroffenen und auch deren Angehörigen sind hier oftmals überfordert und brauchen Menschen vor Ort, die sie kennen und denen sie auch Vertrauen schenken.

Das sieht Dietmar Brendel aus Neidlingen auch so. Es braucht „bekannte Gesichter“. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die bestehenden Strukturen im Ausbaukonzept mit berücksichtigt werden, so Kreisrat Johannes Züfle aus Weilheim. Der neue Rahmenvertrag zur Arbeit und Finanzierung der Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg hat unter anderem zum Ziel, eine wohnortnahe Beratung, Versorgung und Betreuung anzubieten. Vorhandene Beratungsstrukturen sollen dazu weiter vernetzt werden. Für Kreisrätin Verena Grötzinger aus Owen gilt es daher, diesen Aspekt in dem neuen Konzept für den Landkreis Esslingen bestmöglich umzusetzen.

„Die Ansprechpartner müssen hier auch gut erreichbar sein“, betont Werner Huber aus Erkenbrechtsweiler. Gerade im ländlichen Bereich ist es teilweise schwierig, größere Strecken zu überwinden. Das sieht auch Michael Kuch aus Lenningen so. Für ihn muss es zwingend auch Hausbesuche geben. pm

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