Gewalt
Waffen- und Messerverbotszone: Nicht in Kirchheim

In Göppingen hat die Stadt auf die jüngsten Gewaltereignisse reagiert und in Teilen der Innenstadt eine Waffen- und Messerverbotszone eingeführt. In Kirchheim ist hingegen kein solcher Schritt geplant.

Beim Fasnetsumzug der Kloster-Deifel im Februar 2025 haben Laster der Firma Feeß wichtige Zufahrtsstraße blockiert. Archivfoto:
Beim Fasnetsumzug der Kloster-Deifel im Februar 2025 haben Laster der Firma Feeß wichtige Zufahrtsstraße blockiert. Archivfoto: Jörg Bächle

Zuletzt hatte Ende Januar ein Mann in einer Göppinger Gaststätte zur Waffe gegriffen und geschossen – in Göppingen kein Einzelfall. Die Stadtverwaltung bezeichnet die waffenfreie Zone als „Bestandteil unseres Gesamtkonzepts für eine sichere Stadt“. In Kirchheim ist hingegen kein solcher Schritt geplant. Er werde auch nicht als notwendig erachtet, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. „Auch sind die Voraussetzungen für die Einrichtung einer solchen Zone nicht gegeben. Für eine Einrichtung müsste eine erhöhte Gefahr für Straftaten bestehen, diese also in der Vergangenheit vermehrt begangen worden sein, und ein konkreter Ort betroffen sein“, sagte Vanessa Palesch von der Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Allerdings gehören Schutzmaßnahmen vor Amokfahrern mittlerweile zum Standardprogramm bei Veranstaltungen wie dem Faschingsumzug oder der Musiknacht. Auch in Kirchheim hat es in der Vergangenheit immer wieder Vorfälle und Attacken mit Messern gegeben. Dass Schüsse abgefeuert werden, ist in Kirchheim bisher jedoch die absolute Ausnahme.