Zwei Monate nach seiner letzten Langdistanz hat sich Louis-Victor Schäfer aus Kirchheim beim Ironman in Kopenhagen einen der begehrten Startplätze für die Weltmeisterschaft auf Hawaii gesichert. Der Schwimmer des VfL Kirchheim erreichte das Ziel in der dänischen Hauptstadt nach 9.15,08 Stunden. Damit hatte er sich nochmal deutlich verbessert.
Das Schwimmen – für ihn ohnehin kein Problem – lief gut. „Die Strecke war relativ kurzweilig und angenehm. Das Wasserschatten-Schwimmen hat auch gut geklappt“, so Schäfer, der die 3,8 Kilometer in 55,30 Minuten absolvierte. Auf dem Rad versuchte er eine riskantere Strategie und gab mehr Gas. „Ich dachte, selbst wenn das nicht klappen sollte, werde ich mental daran auch nicht zerbrechen.“ Maximal 230 Watt hatte er sich vorgenommen, lag zu Beginn drüber, am Ende etwas drunter, und merkte bei der Hälfte, dass er mit einem 37er-Schnitt „ganz gut unterwegs“ war. Die 180 Kilometer spulte er in 4.48,14 Stunden ab und ging mit einem guten Gefühl auf die Laufstrecke. „In der Stadt war echt jede Menge los, und es hat total Spaß gemacht, die Atmosphäre mitzunehmen.“ Auf den ersten Kilometern bremste er sich noch etwas, um nicht zu überpacen. „Dann kam doch ein Motivationsloch, und irgendwann habe ich auch die Verpflegung nicht mehr vertragen“, berichtet der Kirchheimer. Als er dann aber anfing hochzurechnen, welche Endzeit er erreichen könnte, sorgte das nochmal für einen Schub. So beendete er den Marathon nach 3.22,47 Stunden. „Das war das eigentliche Rennen, und am nächsten Tag kam dann noch der Slot für Kona“, konnte es Louis-Victor Schäfer kaum glauben.
In nur zwei Monaten wird der Kirchheimer also bei der WM am Start stehen.

